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7 Gründe für deine erste Steuerklärung 2020

Maria Murnikov
25. Januar 2021

Ein in vieler Hinsicht ungewöhnliches Jahr endet bald. Die meisten sind froh über diese Tatsache und machen sich an Neujahr Vorsätze für das kommende Jahr. Wie wäre es, – neben mehr Sport zu treiben oder Gitarre zu lernen – deine erste Steuererklärung auszufüllen? Neben eventuellen Ersparnissen ist die Nutzung der App außerdem kostenlos für dich, wenn du 2020 in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit geraten bist.

Die Steuererklärung sehen viele Menschen als lästig, überflüssig oder zu aufwendig an. Doch ganz im Gegenteil lohnt sich für die meisten der Aufwand, der in Wahrheit gar nicht so groß ist. Und in vielen Fällen bekommst du nämliches ganz schön viel Bares zurück. Je nach Rückzahlung ergibt sich ein „Stundenlohn“, der die Mühe wert ist, sich mit deiner ersten Steuererklärung zu befassen.

Aber Corona hat vieles in der Arbeitswelt durcheinandergewürfelt: Viele mussten ins Homeoffice, vorübergehend weniger Stunden arbeiten oder beziehen Kurzarbeitergeld.
Auch gelten in der Steuererklärung Besonderheiten, die dich aber nicht davon abschrecken sollten, dich an deine erste Erklärung zu wagen. In manchen Fällen wie dem Kurzarbeitergeld bist du sogar zu deiner ersten Steuererklärung verpflichtet.

In diesem Artikel erfährst du, warum sich eine Steuererklärung für dich lohnen könnte:

  1. Vieles lässt sich steuerlich absetzen: Hast du Handwerker im Haus gehabt? Oder bist du umgezogen, und hast nun einen deutlich kürzeren Arbeitsweg? Setze die Kosten von den Steuern ab! Viele sind sich nicht bewusst, was alles steuerlich absetzbar ist. Denn das beliebte Argument, dass man ja eh nichts geltend machen könnte, ist in den allermeisten Fällen falsch. Zu den Kosten, die abgesetzt werden können, zählen übrigens auch deine Altersvorsorge, die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung, aber auch Spenden.
  2. Mache Kosten für dein Studium steuerlich geltend: Das ist einer der Gründe für deine erste Steuererklärung, vor allem dann, wenn es sich um ein sogenanntes Zweitstudium handelt. Das kann ein Masterstudiengang sein oder ein weiteres Bachelorstudium. Aber auch ein Studium nach einer abgeschlossenen Ausbildung zählt als Zweitstudium. In der Steuererklärung kannst du dies als Werbungskosten geltend machen. Und keine Angst: selbst wenn dein Studium schon eine Weile her ist, kannst du die Einkommensteuererklärung noch für die letzten vier Jahre abgeben.
  3. Kurzarbeit: Corona hat vieles bei dir beruflich verändert? Vielleicht hast du für eine Weile Kurzarbeitergeld erhalten. Dieses ist steuerfrei, du erhältst das Geld also ohne Abzüge für Steuern oder Sozialversicherungen. Positiv bei der Steuererklärung wirkt sich das aus, wenn du in einigen Monaten ausschließlich Kurzarbeitergeld erhalten hast. Hast du die Leistung zusätzlich zum Lohn bekommen, kann es zu einer Nachzahlung kommen. Denn Kurzarbeitergeld kann steuerlich zu deinem Einkommen hinzugerechnet werden und so den Steuersatz erhöhen. Das nennt man auch Progressionsvorbehalt. Wichtig: wenn du Kurzarbeitergeld erhalten hast, bist du im Folgejahr zu einer Steuererklärung verpflichtet.
  4. Homeoffice: Wenn du zwangsweise in das Homeoffice wechseln musstest, kannst du mögliche Kosten dafür von den Steuern absetzen. Darunter fällt z.B. die anteilige Warmmiete für das Arbeitszimmer. Wichtig ist nur, dass es sich um einen Raum handelt, der ausschließlich zum Arbeiten von dir genutzt wird. Ein Wohnzimmer mit Schreibtisch in der Ecke zählt leider nicht dazu. Hast du aber Glück und verfügst über ein eigenes Arbeitszimmer, kannst du bis zu 1250 Euro im Jahr von den Steuern absetzen. Auch die Kosten für Telefon und Internet kannst du steuerlich geltend machen.
  5. Pendelkosten: Wenn du eine lange Fahrt zur Arbeit hast, sind die Kosten dafür eigentlich einer der Gründe, wieso du deine erste Steuererklärung machen solltest. Pro gefahrenem Kilometer kannst du nämlich eine sogenannte Pendlerpauschale (30 Cent/Kilometer) geltend machen. Während der Arbeit im Homeoffice aufgrund der Pandemie darfst du allerdings keine Pauschale ansetzen, da du in dieser Zeit keinen Weg zu Arbeit hast. Bei Tickets für Bus und Bahn, deren Kosten weiterlaufen, sieht das anders aus. Deine BahnCard 100 oder dein Jobticket können als Werbungskosten weiterhin angegeben werden.
  6. Kosten für Rückholaktion wegen Corona absetzen: 240.000 Menschen wurden aus dem Ausland während eines Urlaubs oder einer Geschäftsreise wegen der Corona-Pandemie nach Hause zurückgeholt. Diese haben eine Rechnung über die Kosten erhalten. Gehörst du auch dazu? Dann kannst du diese Kosten in deiner ersten Steuererklärung geltend machen.
  7. Du hast ausreichend Zeit: Wenn du Arbeitnehmer bist, keine Nebeneinkünfte hast und deine Lebenssituation sich nicht geändert hat (z.B. durch Heirat), bist du nicht zu einer Steuererklärung verpflichtet. Du kannst aber freiwillig eine machen und hast bis zu vier Jahre Zeit dazu. Wenn du allerdings Einkünfte neben dem regulären Gehalt hast (aktuelles Beispiel: Kurzarbeitergeld) oder bspw. dieses Jahr geheiratet hast, bist zu einer Erklärung verpflichtet und kannst diese bis zum 31.07. des Folgejahres einreichen. In beiden Fällen hast du aber genügend Zeit, dich mit oder ohne Hilfe an deine erste Steuererklärung zu wagen.

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