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Kann ich Atemschutzmasken steuerlich absetzen?

Die Atemschutzmasken oder auch Mund-Nasen-Bedeckungen begleiten uns nun schon seit Langem durch den Alltag. Abgesehen von zahlreichen öffentlichen Räumen sind viele Menschen auch bspw. durch ihren Arbeitsplatz auf die Atemschutzmasken angewiesen. Vor allem bei der Verordnung der Maskenpflicht von FFP2- bzw. medizinischen Masken ist noch zusätzlich ein hoher Kostenfaktor hinzugekommen. Finde in diesem Artikel heraus, ob sich daher Masken steuerlich absetzen lassen.
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Lassen sich die Kosten für Atemschutzmasken in der Steuererklärung absetzen?

Die kurze Antwort lautet: nur schwierig. Tatsächlich ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ausgaben und Kosten für Atemschutzmasken von den Finanzämtern selten akzeptiert werden. Wer der Meinung ist, die Kosten sollten steuerlich berücksichtigt werden, kann es trotzdem versuchen, und zwar als

Werbungskosten

oder

außergewöhnliche Belastung.

Im Folgenden gehen wir auf die Punkte genauer ein.

Atemschutzmaske als Werbungskosten absetzen

Wenn du durch deinen Arbeitsplatz dazu verpflichtet bist, eine Atemschutzmaske zu tragen, diese jedoch nicht von deinem Arbeitgeber gestellt bekommst, kannst du versuchen, die dadurch entstandenen Aufwendungen als Werbungskosten steuerlich geltend zu machen.

Nun kann das Finanzamt jedoch damit argumentieren, dass du die Atemschutzmasken auch privat trägst und somit die Kosten streichen. In diesem Fall kannst du versuchen, Einspruch zu erheben und beispielsweise begründen, dass du auf der Arbeit und auf dem Weg zur Arbeit keine andere Wahl hast, als eine Maske zu tragen.

Tipp:

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Wenn es zwar mit der Atemschutzmaske nicht gelingen sollte, kannst du trotzdem bspw. deine Fahrtkosten zur Arbeit, technisches Equipment und vieles mehr als Werbungskosten steuerlich absetzen. Die Taxfix-App hilft dir dabei und berechnet, ob und wie viel Geld du zurückbekommen kannst. Jetzt unverbindlich starten

Atemschutzmasken als außergewöhnliche Belastung absetzen

Eine weitere, jedoch ebenfalls schwierige Möglichkeit ist, die Masken als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen. Das bedeutet, dass du anders als andere Steuerzahler*innen mit gleichem Einkommen und Familienstand zwangsläufig höhere Ausgaben hast. Paragraf 33 des Einkommensteuergesetzes definiert diese Ausgaben als zwangsläufig, wenn sie aus „rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen“ unausweichlich sind. Sie müssen also notwendig und unumgänglich sein.

Nun betrifft die Corona-Pandemie jeden Menschen, was alle in die gleiche Situation bringt. Trotzdem kannst du versuchen, beispielsweise damit zu argumentieren, dass selbst Krankenhäuser Zuschläge für Hygienemaßnahmen erheben konnten und dies deshalb auch für alle Steuerzahler*innen als außergewöhnlich gelten sollte.

Ein Versuch ist es wert!

Wie du siehst, ist es sehr unsicher, ob die Finanzämter die Kosten für Masken tatsächlich akzeptieren. Im Endeffekt ist eine gute Argumentation wichtig und allein der Versuch zählt.

Fragst du dich auch unabhängig von den Kosten der Atemschutzmasken, wie hoch deine Steuererstattung ausfallen könnte? Versuche es einfach mit unserem Steuerrechner und finde heraus, ob und wie viel du aus deiner Steuererklärung rausholen kannst.

DISCLAIMER
Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keine*n zertifizierte*n Steuerberater*in. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Julian Schwarzmann
von Julian Schwarzmann
veröffentlicht am: 18.08.2022
aktualisiert am: 19.08.2022

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