Laden

Steuern sparen kann man immer

Steuern sparen ist eine Kunst, die immer Saison hat. Im folgenden Beitrag zeigen wir dir mehrere Tricks zum Steuern sparen und wann du diese nutzen kannst.
Mach jetzt den kostenlosen Steuer-Check

Steuern sparen im Frühling

Wenn im Frühling die Luft wärmer wird, zieht es viele in den Garten. Wenn du für die Gartenarbeit einen Dienstleister beauftragst, kannst du viele Kosten steuerlich geltend machen. Je nach Auftrag kannst du einen Teil der Rechnung als Handwerksleistung oder als haushaltsnahe DienstleistungHaushaltsnahe Dienstleistungen sind Arbeiten, die du beispielsweise von einem Unternehmen machen lässt, die auch von einer im Haushalt lebenden Person erbracht werden kann. Dazu gehören z.B. Reinigungs- oder Gartenarbeiten, Hausmeister- …
Weiterlesen
ans Finanzamt weiterreichen.

Handwerksleistungen sind in der Regel einmalige Gartenarbeiten, wie zum Beispiel das Anlegen eines Gartenteichs, die Installation der Gartenbeleuchtung oder das Verlegen von Rollrasen.

Jährlich kannst du 20 Prozent von 6.000 Euro absetzen. Diese beziehen sich auf den Arbeitslohn, die Fahrtkosten oder auch Maschinenkosten. Maximal sind somit 1.200 Euro pro Jahr möglich. Materialkosten werden nicht als Handwerkerkosten anerkannt.

Als haushaltsnahe Dienstleistung gelten Dienstleistungen regelmäßig wiederkehrende Arbeit, die im Normalfall von einer im Haushalt lebenden Person erbracht werden. Das Mähen des Rasens oder Schneiden der Hecke sind typische Beispiele. Von der Rechnung dieser Dienstleistung kannst du 20 Prozent der Personalkosten absetzen. Maximal ist eine Summe von bis zu 4.000 Euro jährlich von deiner Einkommenssteuer absetzbar.

Kombinierst du diese beiden Absetzmöglichkeiten, kann es zu einer großen Steuerersparnis kommen!

Steuern sparen im Sommer

Deinen Urlaub kannst du nicht von der Steuer absetzen. Mit der Erholungsbeihilfe kannst du deine Urlaubskasse aber sichtlich entlasten. Die Erholungsbeihilfe wird dir von deiner Führungskraft gezahlt. Im Gegensatz zum häufig gezahlten Urlaubsgeld ist die Zahlung für Arbeitnehmer*innen steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Führungskraft versteuert die Erholungsbeihilfe in der Regel pauschal mit 25 Prozent.

Die Steuerfreiheit gilt aber nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr:

  • 156 Euro für den Arbeitnehmer*in
  • 104 Euro zusätzlich für den*die Ehegatt*in bzw. eingetragenen Lebenspartner*in
  • 52 Euro zusätzlich pro Kind

Eine Familie mit zwei Kindern kann sich also auf einen Zuschuss für die Urlaubskasse in Höhe von 364 Euro freuen.

Das Geld muss zusätzlich zum normalen Arbeitslohn gezahlt werden und für Erholungszwecke genutzt werden. Dazu muss die Erholungsbeihilfe im zeitlichen Zusammenhang mit deinem Urlaub auf deinem Konto sein – 3 Monate vor oder nach deinem Urlaubsantritt gelten als ausreichend.

Du kannst deinen Urlaub auch zu Hause verbringen und die Erholungsbeihilfe zum Beispiel für den Besuch im Zoo oder Spaßbad einsetzen. Um auf eventuelle Nachfragen vom Finanzamt reagieren zu können, hebe Quittungen für den Vergnügungspark oder deine Reise auf.

Steuern sparen im Herbst

Im Herbst kannst du durch geschickte Verteilung bestimmter Zahlungen die Höhe deiner Steuer beeinflussen. Dies betrifft beispielsweise Krankheitskosten, die du als außergewöhnliche Belastung absetzen kannst. Jedoch musst du dafür die Hürde der zumutbaren Eigenbelastung überschreiten.

Direkt darauf Einfluss nehmen kannst du mit einer Konzentration deiner Zahlungen auf ein Kalenderjahr. Wenn du Zahlungen um den Jahreswechsel herum gezielt verteilst (in diesem oder im folgenden Jahr), kannst du die Überschreitung deiner Belastungsgrenze strategisch beeinflussen. Liegst du zum Jahresende nur knapp unter der Grenze, solltest du die neue Brille noch im selben Jahr kaufen. Liegt die Belastungsgrenze in weiter Ferne, solltest du vielleicht besser bis aufs Jahr warten.

Neben den Krankheitskosten haben weiteren Ausgaben Einfluss auf die außergewöhnlichen Belastungen und damit auf deine zumutbare Eigenbelastung, wie zum Beispiel Kurkosten, Pflegekosten oder Beerdigungskosten.

Steuern sparen im Winter

Wenn der Winter mit Schnee und Eis Einzug hält, müssen Gehwege geräumt und gestreut werden. Wenn du nicht selbst zur Schneeschippe greifst, sondern ein Winterdienst die Arbeiten übernimmt, kannst du die Kosten absetzen. Dabei gelten folgende Regelungen

  1. Als Eigentümer*in bewohnst du dein eigenes Haus: Der Winterdienst ist als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar
  2. Die Kosten des Winterdienstes werden dir als Mieter*in einer Wohnung bzw. eines Hauses übertragen: Der Winterdienst ist als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar. Das gilt auch, wenn die Kosten in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt werden.
Auch wenn der Winterdienst nicht auf dem eigenen Grundstück erfolgt, ist er als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar (siehe dazu: Urteil des Bundesfinanzhofs)

Auch hier gilt: 20 Prozent der Arbeitskosten können in die Steuererklärung fließen, Materialkosten, wie Streusand o. ä. sind nicht abzugsfähig.

DISCLAIMER
Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keine*n zertifizierte*n Steuerberater*in. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Julian Schwarzmann
von Julian Schwarzmann
veröffentlicht am: 03.01.2017
aktualisiert am: 18.08.2022

Money on my Mind – wir reden über Finanzen

Über Geld spricht man eben doch!

Wir brechen mit dem Tabu und sprechen jede Woche Dienstag mit spannenden Gäst*innen über Geld – ganz ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen

Das könnte dich auch interessieren
Über Taxfix
Mit Taxfix machst du deine Steuererklärung schnell und papierlos von überall – sowohl über die App auf deinem Smartphone als auch online im Browser. Du machst nach dem Frage-Antwort-Prinzip Angaben zu deiner steuerlichen Situation und lässt deine mögliche Rückerstattung berechnen. Über die ELSTER-Schnittstelle werde deine Daten dann sicher übermittelt.