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Wie kann ich die Übungsleiterpauschale absetzen?

Mit der Übungsleiterpauschale lassen sich im Jahr bis zu 3.000 Euro verdienen. Wer auf diesen Betrag Anspruch hat und was du sonst darüber wissen solltest, zeigen wir dir hier.
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Wer hat Anspruch auf die Übungsleiterpauschale?

Als Übungsleiter*in kannst du bei deiner Steuererklärung auf die gleichnamige Pauschale zurückgreifen. Dies trifft auf dich zu, wenn du eine der folgenden Tätigkeiten ehrenamtlich ausübst:

  • Trainer*in im Sportverein
  • Ausbildungsleiter*in, Ausbilder*in, Erzieher*in, Betreuer*in
  • Künstlerische Tätigkeiten, z. B.: als Chorleiter*in
  • Pflege kranker oder alter Menschen (mit Behinderung)

Deine ehrenamtliche Tätigkeit sollte sich inhaltlich von deinem Hauptberuf unterscheiden. Auch, wenn du keinen Hauptberuf ausübst, aber nebenbei als Übungsleiter*in tätig bist, hast du Anspruch auf die Pauschale. Das ist beispielsweise der Fall, wenn du Hausmann*/Hausfrau*, im Studium, arbeitslos oder Rentner*in bist.

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Welchen Betrag kann man steuerfrei verdienen?

Als Übungsleiter*in kannst du pro Jahr bis zu 3.000 Euro nebenbei steuer- und sozialabgabenfrei verdienen. Überschreitest du diese Summe, musst du nur den darüberliegenden Betrag versteuern.

Übungsleiterpauschale in der Steuererklärung angeben

Die Übungsleiterpauschale ist keiner bestimmten Einkommensart zugeordnet, weshalb es auch kein offizielles Formular gibt. Um den Betrag in die Steuererklärung einzutragen, gelten für Arbeitnehmende und Selbständige unterschiedliche Felder im Formular. Um deine Tätigkeit beim Finanzamt nachzuweisen, kann bspw. ein Vertrag oder eine schriftliche Vereinbarung deiner Tätigkeit dienen.
Arbeitnehmer*innen tragen Summen von bis zu 3.000 Euro in die Anlage N ein. Überschreiten die Zahlungen die Pauschale, wird dort ebenso der Restbetrag als Arbeitslohn eingetragen.

Bitte beachte: Die Zeilennummer sowie die Beschriftung kann sich im Laufe der Jahre ändern.

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Kannst du zwei Pauschalen kombinieren?

Bist du als Trainer*in in zwei verschiedenen Vereinen tätig, kannst du die Aufwandsentschädigung beider Vereine steuerfrei erhalten. In der Summe darf der Freibetrag von 3.000 Euro aber nicht überschritten werden. Erhältst du mehr, musst du den Mehrbetrag versteuern.

Neben der Übungsleiterpauschale gibt es auch einen Ehrenamtsfreibetrag von 840 Euro. Beide können nicht gleichzeitig für ein und dieselbe Tätigkeit in Anspruch genommen werden. Bei verschiedenen Tätigkeiten besteht jedoch die Möglichkeit von beiden Pauschalen zu profitieren.

Trainierst du beispielsweise eine Volleyballmannschaft und bist als Kassenwart im gleichen Verein tätig, kannst du beide Pauschalen in Anspruch nehmen.

Tipp: Lass dir beide Aufwandsentschädigungen von deinem Verein separat überweisen, um Missverständnissen vorzubeugen.

So sparst du noch mehr Steuern

Nicht nur die Kombination von Übungsleiterpauschale und Ehrenamtsfreibetrag bringt Vorteile mit sich. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um Steuern zu sparen.

Zum Beispiel lässt sich mit der Kombination aus Übungsleiterpauschale und Minijob Geld sparen. Denn auch, wenn du geringfügig beschäftigt bist, hast du darauf Anspruch. Dabei kannst du entscheiden, ob dir die 840 Euro in monatlichen Teilen überwiesen lassen willst oder sie dir blockweise (z. B. alle 4 Monate), zum Jahresbeginn oder zum Beschäftigungsbeginn erhalten möchtest. So kannst du mit einem Minijob mehr als 520 Euro im Monat verdienen.

Weiterhin hast du für deine ehrenamtlichen Leistungen Anspruch auf Aufwendungsersatz. Zum Aufwendungsersatz für ehrenamtliche Tätigkeiten gehören z. B. Reisekosten, Kosten für Telefonate oder Ausgaben für Materialien. Diesen Aufwendungsersatz kannst du zusätzlich zur Übungsleiterpauschale als WerbungskostenWerbungskosten sind Ausgaben, die bei der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen entstehen. Sie werden bei der Berechnung der Einkommensteuer von den Einkünften abgezogen und vermindern somit die zu zahlende …
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absetzen.

Welche Voraussetzung musst du erfüllen?

Die Übungsleiterpauschale ist an Voraussetzungen gebunden. Deine Tätigkeit muss:

  • pädagogisch ausgerichtet sein
  • nebenberuflich erfolgen – zeitlich darf das Ehrenamt nicht mehr als ein Drittel einer Vollzeittätigkeit ausmachen
  • ehrenamtlich für eine gemeinnützige Organisation oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts sein (bspw. Schulen, Kirchen, Gemeinden) oder einer vergleichbaren Einrichtung zur Unterstützung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke

Wer also „nur“ Gerätewart*in oder Schriftführer*in im Sportverein ist oder in seiner Freizeit als Schiedsrichter*in arbeitet, hat keinen Anspruch auf die Übungsleiterpauschale.

Was zählt zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger, kirchlicher Zwecke?

Organisationen mit einem gemeinnützigen Zweck sind darauf gerichtet die Allgemeinheit materiell, geistig oder sittlich zu fördern. Das meint die Förderung:

  • der Jugend- und Altenhilfe
  • des Denkmalschutzes/ der Denkmalpflege
  • des Tierschutzes
  • der Gleichberechtigung von Frauen und Männern

Ein mildtätiger Zweck wird verfolgt, wenn du Personen unterstützt, die aufgrund ihres seelischen, geistigen oder körperlichen Zustand oder ihrer wirtschaftlichen Lage Hilfe benötigen.

Förderungen von kirchlichen Zwecken können unter anderem Religionsunterricht, Predigtdienst oder die Verwaltung des Kirchenvermögens sein.

 

DISCLAIMER
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Torsten Elsner
von Torsten Elsner
veröffentlicht am: 13.03.2017
aktualisiert am: 29.09.2022

Steuerfrist: 02.01.23

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