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Wie viel bleibt mir vom Weihnachtsgeld?

Viele Arbeitnehmer*innen freuen sich jedes Jahr auf ihr Weihnachtsgeld. Aber auf diese freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers werden Steuern fällig. Woran du denken musst, erfährst du hier.
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Du musst auf dein Weihnachtsgeld Steuern zahlen

Etwa 55 Prozent der Arbeitnehmer*innen in Deutschland erhalten laut einer Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung eine jährliche Sonderzahlung in Form von Weihnachtsgeld. Steuern müssen sie auf dieses Geschenk des Arbeitgebers dennoch zahlen. Das wissen viele nicht und wundern sich, warum auf ihrer Gehaltsabrechnung plötzlich höhere Abzüge auftauchen.

Da die Sonderzahlung gemeinsam mit deinem Monatsgehalt überwiesen wird, erhöht sich dein Steuersatz. Du musst also mit höheren Abzügen bei der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag sowie ggf. der Kirchensteuer rechnen.

Statt Weihnachtsgeld lieber Sachleistungen?

Jetzt liegt vielleicht der Gedanke nahe, ob statt der Bonuszahlung nicht ein Weihnachtsgeschenk steuerlich günstiger wäre. Das ist nur im sehr begrenzten Maße der Fall. Sachbezüge dürfen monatlich nicht mehr als 50 Euro übersteigen. Ein Ansammeln dieses Betrages für mehrere Monate ist nicht möglich. Zum Geburtstag darf es aber auch einmal ein Geschenk für maximal 60 Euro sein. Teurere Geschenke sind nicht mehr steuerfrei.

Grund für diese kleinen Beträge ist der geldwerte Vorteil. Das Finanzamt findet, dass alle Zuwendungen des Arbeitgebers an dich Arbeitslohn sind. Auch dann noch, wenn es sich um Geschenke handelt.

Manchmal versteuert ein Arbeitgeber Geschenke pauschal. Dann musst du darauf auch keine Steuern mehr zahlen. Weil das nicht die Regel ist, wird er auf deiner Lohnsteuerbescheinigung den geldwerten Vorteil mit in deinen Bruttoarbeitslohn rechnen. Das brauchst du in deiner Steuererklärung dann nur noch übertragen.

Mit einer Steuererklärung Abgaben zurückholen

Es gibt noch weitere Sonderzahlungen, die wie Weihnachtsgeld mit Steuern belastet werden. Darunter fallen Bonuszahlungen, Urlaubsgeld sowie Sonder- und Erfolgsprämien. Aber keine Sorge, du hast die Chance, dir im nächsten Jahr deine zu viel gezahlten Steuern zurückzuholen.

Hast du beispielsweise hohe Kosten im Zusammenhang mit deiner Arbeit, sogenannte WerbungskostenWerbungskosten sind Ausgaben, die bei der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen entstehen. Sie werden bei der Berechnung der Einkommensteuer von den Einkünften abgezogen und vermindern somit die zu zahlende …
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, lohnt sich die Abgabe einer Steuererklärung. Auch hohe Krankheitskosten oder Spenden verringern deine Steuerlast. Du musst dich also nicht zu lange ärgern, dass du auf dein Weihnachtsgeld Steuern zahlen musst.

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Julian Schwarzmann
von Julian Schwarzmann
veröffentlicht am: 14.12.2016
aktualisiert am: 19.08.2022

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