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Die selteneren Steuerfälle: Was hat sich geändert?

Maria Murnikov
25. Januar 2021

Für die meisten Arbeitnehmer gestalten sich Steuererklärungen in vielen Situationen relativ unkompliziert. Meist ist in diesem Fall die Steuererklärung sogar freiwillig. Aufwendiger wird es aber, wenn man zu den steuerlich selteneren Fällen gehört. Solltest du 2020 in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit geraten sein, kannst du deine Steuererklärung übrigens kostenlos mit Taxfix machen.

Als Selbstständiger oder Freelancer musst du alle Einnahmen und Ausgaben genau festhalten; anders als Arbeitnehmer, die nach Ende des Kalenderjahres einfach eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten. Auch als Rentner musst du ab einem bestimmten Brutto-Jahresbetrag Steuern zahlen. Möglicherweise vermietest du nebenbei noch eine Wohnung oder ein Haus, was die Sache zusätzlich komplizierter macht.

Außerdem erklären wir dir, bei wem sich die Situation durch die Pandemie geändert hat, und was in diesen Fällen zu beachten ist.

Freelancer und Selbstständige:

  • Wer in Deutschland selbstständig oder als Freelancer arbeitet, steht steuerlich vor einigen Herausforderungen. Je nach Form der Selbstständigkeit können verschiedene Arten von Steuern anfallen.
  • Das ist einmal die Einkommenssteuer, die dem Gewinn des Selbstständigen entspricht. Wenn du gewerblich arbeitest, musst du unter Umständen Gewerbesteuer bezahlen. Diese variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Freelancer sind davon ausgenommen. Für manche Selbstständige und auch Freelancer fällt Umsatzsteuer an, sobald sie einen gewissen Umsatz im Jahr erwirtschaften. Beschäftigst du Mitarbeiter, wird Lohnsteuer gezahlt.
  • Durch die Pandemie kommt es bei dir als Arbeitgeber und bei deinen Mitarbeitern zu Besonderheiten durch zusätzliche Leistungen wie das Kurzarbeitergeld. Deine Mitarbeiter können in diesem Fall Taxfix nutzen und sich bei der Steuererklärung helfen lassen, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Als Selbstständiger solltest du dir je nach Umfang deiner Tätigkeit Hilfe bei einem Steuerberater holen.

Rentner:

  • Auch mit dem wohlverdienten Rentenalter endet nicht die Steuerpflicht. Als alleinstehender Rentner hast du einen Freibetrag von 9.408 Euro pro Jahr; für Verheiratete gilt der doppelte Wert.
  • Viele Rentner kommen über diesen Wert und müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt sie dazu auffordert.
  • Corona hat die Situation der Rentner geändert. Sie dürfen in diesem Jahr 2020 theoretisch noch 44.590 Euro dazu verdienen (wer den Betrag jetzt noch mit einer Nebenbeschäftigung voll ausreizt, gehörte wohl auch vorher nicht zu denen, die schlecht verdient haben), ohne dass ihre Rente mit Abzügen belastet wird. Normalerweise sind es nur 6.300 Euro! Dies ist natürlich auch bei den Steuern anzugeben.

Vermieter:

  • Viele Menschen vermieten neben der Berufstätigkeit eine oder mehrere Immobilien. Wer Glück hatte, hat vielleicht Immobilien vererbt bekommen und bestreitet aus den Einnahmen seinen Hauptverdienst.
  • Für alle gilt, dass auch diese Einnahmen versteuert werden müssen. Selbst wenn du kurzfristig vermietest, z.B. über Airbnb, musst du ab einem gewissen Betrag die Einkünfte versteuern.
  • Ähnlich wie beim Einkommen kannst du Ausgaben, die du mit der vermieteten Immobilie hast, von den Steuern absetzen. Das macht Immobilien vor allem in den ersten Jahren sehr attraktiv, da in diesem Zeitraum die meisten Kosten anfallen.
  • Durch die Corona-Pandemie haben viele Menschen Probleme, ihre Miete zu bezahlen. Dadurch kommt es bei den Vermietern unfreiwillig zu Verlusten.
  • Es besteht die Möglichkeit, Vermieter an den Verlusten zu beteiligen. Dabei wird zwischen Rentner und Arbeitnehmer unterschieden. Ersterer kann seine Vorauszahlungen an Steuern auf Null setzen, wenn er damit rechnet, Verluste durch Vermietungen zu machen. Wenn du hingegen Arbeitgeber bist, kannst du dir ein höheres Nettogehalt auszahlen lassen, da dein Arbeitgeber weniger Lohnsteuer einbehält.

Taxfix unterstützt dich bei der Steuererklärung. Ganz ohne Steuerwissen. Schnell und einfach per App.