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Au-Pair: So kannst du die Kinderbetreuung einfach steuerlich geltend machen

14. März 2019

Wenn du in deiner Familie ein Au-Pair aufnimmst, kannst die Kosten steuerlich absetzen. Für das Finanzamt ist am hilfreichsten, einen Vertrag aufzusetzen. Der hilft dir auch beim Steuern sparen.

Ein Au-Pair kann eine enorme Entlastung für eine Familie darstellen – gerade bei voll berufstätigen Eltern und mehreren Kindern. Denn er kümmert sich nicht nur um die Kleinen, sondern hilft auch allgemein bei der Hausarbeit. Auf der anderen Seite bedeutet ein Au-Pair aber auch eine finanzielle Belastung. Zum Glück kann man diese wenigstens zum Teil an das Finanzamt weiterreichen.

Das Arbeitsverhältnis des Au-Pairs

Wenn du ein Au-Pair in deinem Haushalt aufnimmst und beschäftigst, musst du darauf achten, dass der Au-Pair nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten darf. Und das insgesamt für sechs Monate oder maximal ein Jahr. Das Mindestalter für Au-Pairs beträgt 18 Jahre, das maximale Alter 30. Dein Kind darf bei der Betreuung maximal 14 Jahre alt sein (bei behinderten Kindern gilt diese Altersgrenze nicht) und muss bei dir wohnen.

Mit diesen Kosten musst du rechnen

Für das Au-Pair musst du mit unterschiedlichen Kosten rechnen. Einige zahlst du direkt aus, andere fallen über Sachleistungen an. Typische Kosten sind:

  • Taschengeld (mindestens 260 EUR)
  • Versicherungen (Krankenversicherung, Unfallversicherung)
  • Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr
  • Beteiligung an Kosten für den Sprachkurs
  • Unterkunft
  • Verpflegung

Während die Ausgaben für Taschengeld, Versicherungen, Sprachkurs und Fahrkarten konkret beziffert werden können, ist die bei Kost und Logis nicht so einfach. Um diese Kosten auszurechnen, nutzt du die jährlich erscheinende Liste der amtlichen Sachbezugswerte für freie Unterkunft und Verpflegung.

Für das Jahr 2018 kannst du für Verpflegung 246 Euro und für Unterkunft bei dir zu Hause 192,10 Euro pro Monat ansetzen.

Alle Geldleistungen, auch das Taschengeld, solltest du immer überweisen, nicht bar auszahlen. Ansonsten wird das Finanzamt die Zahlung nicht anerkennen. Denn auf Nachfrage musst du entsprechende Kontoauszüge vorlegen.

So setzt die deine Kosten ab

Die Kosten kannst du in zwei Bereichen absetzen. Einmal für die Kinderbetreuung und einmal für haushaltsnahe Dienstleistungen.

  • Kinderbetreuungskosten setzt du in der Steuererklärung als Sonderausgaben ab. Du kannst zwei Drittel in deine Steuererklärung einfließen lassen – höchstens jedoch 4.000 Euro pro Kind.
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  • Als haushaltsnahe Dienstleistung kannst du 20 Prozent deiner Ausgaben, höchstens 4.000 Euro absetzen.

Das Finanzamt geht im Normalfall davon aus, dass sich dein Au-Pair 50 Prozent seiner Zeit um die Kinder kümmert und sich 50 Prozent dem Haushalt widmet. Kommt es bei dir zu einer anderen Aufteilung, solltest du dies unbedingt im Vertrag vermerken. In dem solltest du genau regeln, wie viel Prozent der Au-Pair mit der Kinderbetreuung und der Hilfe im Haushalt verbringt.

Hast du zum Beispiel zwei Kinder wird sich der Anteil der Kinderbetreuung wahrscheinlich erhöhen. Zum Beispiel 75 Prozent für die Kinder, 25 Prozent Haushalt. Dies hat für dich auch einen steuerlichen Vorteil, da die Zeit für die Kinderbetreuung höher abgesetzt werden kann, als die Zeit der haushaltsnahen Dienstleistung. Das Finanzamt akzeptiert aber maximal einen Kinderbetreuungsanteil von 80 Prozent.

Deine Kosten für das Au Pair kannst du ganz einfach mit Taxfix von der Steuer absetzen. Die App fragt dich gezielt nach deinen Au-Pair-Kosten. Einfacher geht es nicht.

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