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Budgetplan: In 7 Schritten mehr Überblick über deine Finanzen

17. August 2019

Zum Monatsende immer auf Diät? Viele kennen es: Am Monatsende geht das Geld zu früh aus und spätestens beim Zahlen an der Supermarktkasse, während man lautstark darauf beharrt, dass es da sicher ein Problem mit dem EC-Karten-Lesegerät geben muss, dämmert einem, dass man letzten Monat bereits in einer ganz ähnlichen Situation war. Jedes Mal nimmt man sich vor, die Finanzen im Blick zu haben und doch klappt es wieder nicht. Ärgerlich und peinlich, die Einkäufe im Laden lassen zu müssen, verhängnisvoller jedoch, wenn man von Monat zu Monat weiter ins Minus rutscht.

Mit ein wenig beständiger Arbeit und den richtigen Verhaltensweisen, weichst du solchen Katastrophen aus und behältst deine finanzielle Lage im Griff. Wie du auf direktem Weg zu einem besser organisierten Finanzleben und mehr Lebensqualität kommst, beschreiben wir anhand von sieben Schritten.

1. Einkommen: Wie viel verdiene ich überhaupt?

Klingt zunächst banal, ist aber der erste Schritt, Ordnung in die Sache zu bringen. Vielleicht hast du mehrere Einnahmequellen, wie beispielsweise Bafög und einen Minijob. Vielleicht bekommst du noch jeden Monat eine Kleinigkeit dazu, für das Babysitting bei der Nachbarin oder ein Engagement als Fußballtrainer oder einfach, weil deine Eltern vergessen haben, dass du erwachsen bist und immer noch dein Taschengeld weiterzahlen. Egal, die festen Einnahmen, die du wirklich regelmäßig jeden Monat zur Verfügung hast, solltest du auflisten und zusammenrechnen. Diesen Betrag darfst du – auch wenn deine neue Kreditkarte dir das ermöglichen würde – nie überschreiten. Denn merke: Kreditkarten sind nur anfänglich deine Freunde!

2. Wohin fließt mein Geld?

Um das festzustellen, kannst du folgendes tun: Du legst einen Wochentag fest, an dem du deine Kontoauszüge überprüfst sowie deine Ausgaben des letzten, des aktuellen und des kommenden Monats verfolgst. Somit erhältst du einen sehr guten Überblick über die gängigen Kosten wie Miete, Strom und Gas, Abos, Mitgliedschaften, Shoppingexzesse, wie oft du am Geldautomaten warst etc. Dabei entwickelst du außerdem ein besseres Gefühl für die Dinge, die du dir gönnst: Wie oft hast du die Zeitschrift tatsächlich gelesen, die du seit einem halben Jahr abonnierst? Bei welchen Ausgaben fühlst du dich gut, welche geben dir das Gefühl von mangelnder Kontrolle?

3. Wie hoch sind meine Fixkosten?

Um diese Frage zu beantworten, solltest du zunächst alle Ausgaben, die deine Grundbedürfnisse abdecken, z.B. Miete und Nebenkosten, ein Minimum an gesunden Nahrungsmitteln, Hygieneartikel (Achtung, der Dior-Lippenstift für 40 € zählt nicht dazu!) auflisten. Auch sollten hier Zahlungen, die du leisten musst, um beispielsweise Schulden loszuwerden, Berücksichtigung finden. Nun weißt du, wie hoch deine Fixkosten sind. Diese Ausgaben haben Priorität.

Andere Kosten, wie Benzin, teurere Lebensmittel oder Restaurantbesuche, Kleidung etc. sind variabel und lassen dir einen Gestaltungsraum.

4. Muss ich Kompromisse eingehen?

Stelle deine notwendigen, fixen Ausgaben deinen Einnahmen gegenüber und du wirst sehen, wie viel Geld du tatsächlich monatlich zur Verfügung hast. Wahrscheinlich sind dir bei der kleinen Analyse deiner Finanzen bereits einige Ausgaben aufgefallen, die unnötig sind. Kündige ungenutzte Abos und koche lieber öfter zuhause als Essen zu gehen. Klar kann es absolut wichtig sein, sich mit Freunden in einem Restaurant zu verabreden, aber muss man sich jeden Morgen ein 5-Euro-Bagel holen, nur weil man zu unorganisiert war, Frühstück einzukaufen?

Wichtig ist, dass du lernst, deine Ausgaben zu hierarchisieren und Kompromisse zu finden zwischen deinem aktuellen Lebensstil und deinen langfristigen finanziellen Zielen. Dazu gehört auch, dass du lernst, zu planen und den Betrag, den du nach Abzug deiner Fixkosten übrig hast, übersichtlich strukturierst. Wie viel kannst du realistisch im Monat sparen?

5. Planung ist alles

In deinem Budget solltest du weiterführend einen Posten für größere Ausgaben einplanen, den du für Geburtsgeschenke, Hochzeiten, Urlaube oder Dokumente, die neu beantragt werden müssen, nutzen kannst.

6. Wie reagiere ich auf unerwartete Ausgaben?

Das Gleiche gilt für die Kosten, die auf dich zukommen und mit denen du nicht gerechnet hast. Plane vor! Viele Dinge sind nicht vorhersehbar. Zum Beispiel musst du in eine Autoreparatur investieren oder ein neues Fahrrad anschaffen. Deshalb solltest du etwa 10% des verfügbaren Budgets für Notfälle bereithalten.

7. Last but not least: Denk‘ an dich!

Wichtig ist aber auch, dass du an dich selbst denkst. Schließlich sollst du nicht das Gefühl bekommen, wie ein Asket zu leben. Leg‘ jeden Monat eine Kleinigkeit für dich beiseite, nicht viel, aber kontinuierlich. Beispielsweise alles, was außerhalb deines Budgets am Ende des Monats übrig bleibt.

Ein festgelegtes Budget hilft dir, erfolgreich mit Geld umzugehen!

Zunächst gewinnst du einen genauen Überblick über deine Einnahmequellen, deren Regelmäßigkeit und Höhe. Anschließend analysierst du anhand deiner Kontoauszüge die festen Basisausgaben, wie Miete, Abos, zurückzuzahlendes Darlehen, Nebenkosten.

Dann kommen die variablen Basisausgaben, die du wahrscheinlich benötigst, deren Umfang du aber gestalten kannst: Benzin, Lebensmittel, Essen gehen, Shopping, Kultur, Bildung. Schließlich Posten für variable und zusätzliche Ausgaben, wie unerwartete Kosten oder zusätzliches Sparen.

Ein Ziel, das sich lohnt

Ein erfolgreicher Umgang mit Geld ist nicht unbedingt ein einfaches Ziel, doch die Beschäftigung damit lohnt sich. Dein Geld verdunstet nicht einfach mehr, sondern du kannst in das investieren, was dir wichtig ist, dich entwickeln und bist im Notfall gewappnet. Außerdem hast du sogar einen Posten in deinem Budget eingerichtet, der nur deiner Belohnung dient. Wenn du regelmäßig in deinem Budgetplan bleibst, darfst du dir ganz ohne schlechtes Gewissen deine Wünsche erfüllen.

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