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Kinderbonus:
Einmalige Unterstützung für Familien

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24. Juni 2020

Die Corona-Krise trifft häufig Familien besonders hart. Während Kitas und Schulen geschlossen bleiben, führen bei vielen Eltern die Notwendigkeit von Kinderbetreuung und Homeschooling zu weniger Arbeitszeit und damit fehlenden Einnahmen. Nun wurde im aktuellen Konjunkturprogramm der Bundesregierung auch ein Unterstützungsgeld für Kinder beschlossen.

Wie hoch fällt der Kinderbonus aus?

Zumindest einen kleinen Trost gibt es für Familien: Beim Kinderbonus handelt es sich um eine Einmalzahlung, die bei 300 Euro pro Kind liegt und in zwei Raten zu je 150 Euro im September und Oktober ausgezahlt werden soll. Wenn du Sozialleistungen beziehst, erhältst du die Zahlung zusätzlich, denn sie wird weder mit Leistungen nach dem SGB II, also ALG II beispielsweise, noch mit Kinderzuschlag oder Wohngeld als Einkommen verrechnet.

Wer bekommt den Kinderbonus? Wer nicht?

Wenn dein Kind im September 2020 Kindergeld berechtigt ist, soll die Auszahlung noch im September und Oktober 2020 erfolgen. In der Regel erhalten Kinder höchstens bis zum Alter von 25 Jahren Kindergeld, beispielsweise wenn sie noch im Studium oder der Ausbildung sind.

Auch Kindern, die in einem anderen Monat im Jahr 2020 einen Kindergeldanspruch hatten, steht der Bonus zu. Das bedeutet, dass jemand, der im Januar 2020 noch Kindergeldanspruch hatte und anschließend aufgrund von Alter oder Ausbildungs-/Studienabschluss nicht mehr, trotzdem von dem Bonus profitieren wird. In diesem Fall soll er zwar nicht in dem angekündigten Zeitraum, aber dennoch zeitnah ausgezahlt werden.

Wichtig: Auch für noch ungeborene Kinder, die erst in den nächsten Monaten, also bis Silvester 2020 das Licht der Welt erblicken, gibt es den Zuschuss.

Als Elternteil kannst du vor allem, wenn du über ein niedriges und mittleres Einkommen verfügst, von dem Bonus profitieren. Wenn beispielsweise das gemeinsame Jahreseinkommen von dir und deinem Partner (mit einem Kind) nicht mehr als 67.800 Euro beträgt, dürft ihr die volle Summe behalten. Darüber hinaus schmilzt der Vorteil – ab einem Jahreseinkommen von mehr als 85.900 (mit einem Kind) Euro nämlich, erhaltet ihr gar keinen Euro mehr zusätzlich.

Als Alleinerziehende/r erhältst natürlich du die Zahlung. Aber: Wenn der andere unterhaltspflichtige Elternteil den Mindestunterhalt oder mehr zahlt und sich zur Hälfte um das gemeinsame Kind kümmert, darf er auch die Hälfte des Bonus von der Unterhaltszahlung abziehen.

Wie erhält man den Kinderbonus?

Der Kinderbonus wird über einen Zeitraum von zwei Monaten zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, das sich dann um jeweils 150 Euro erhöht. Um den bürokratischen Aufwand möglichst gering zu halten, muss also kein gesonderter Antrag gestellt werden. Wenn du oder dein Kind berechtigt sind, landet das Geld automatisch zusätzlich auf deinem Konto.

Der Kinderbonus ist übrigens nicht zweckgebunden, du darfst ihn also ausgeben, wofür du möchtest oder auch zur Seite legen. Aber selbstverständlich immer zum Wohl des Kindes.

Kinderbonus und Steuern

Für Besserverdienende ist häufig der Kinderfreibetrag lohnenswerter als das Kindergeld. In diesem Jahr muss dein Einkommen als Ehepaar über 85.900 Euro liegen, um von den Kinderfreibeträgen (7.800 Euro) stärker zu profitieren als von Kindergeld plus Kinderbonus. In diesem Fall holt der Staat sich also den gesamten Bonus über die Steuer wieder zurück. Welche Variante für dich im Endeffekt profitabler ist, prüft das Finanzamt selbst.

Neben dem Kinderbonus wird übrigens auch der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für die Jahre 2020 und 2021 auf 4.000 Euro verdoppelt.

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