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Steuertipps

Miete & Nebenkosten: Was kann ich steuerlich absetzen?

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zuletzt aktualisiert am 7. Juni 2021

Hausmeister, Reparaturen oder Reinigung – in deiner Nebenkostenabrechnung stecken viele Kosten, die du als Mieter absetzen kannst. Wir erklären dir, welche das sind und wie du darüber hinaus Steuern sparen kannst.

Betriebskostenabrechnung: Diese Nebenkosten darfst du absetzen

Wenn alljährlich die Betriebskostenabrechnung vom Vermieter ins Haus flattert, ist das meist kein Grund zur Freude. Zu oft ist sie mit Nachzahlungen verbunden. Doch hier kommt die gute Nachricht: Einige Nebenkosten kannst du in deiner Einkommensteuererklärung angeben und dir dir Ausgaben vom Finanzamt teilweise zurückholen. Dazu gehören haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Beauftragt dein Vermieter für Arbeiten rund um deine Mietwohnung oder das Grundstück eine Firma oder einen Selbstständigen, kannst du 20 Prozent deiner anteiligen Kosten von der Einkommensteuer absetzen, aber maximal 4.000 Euro im Jahr.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind zum Beispiel:

  • Treppenhausreinigung
  • Gartenarbeiten (z. B. Rasen mähen)
  • Winterdienst
  • Bestimmte Hausmeisterdienste (z. B. Vorsortieren von Abfall)
  • Wachdienst

Tipp: Auch wenn du selbst Dienstleister für deine Wohnung beauftragst, kannst du die Arbeits- und Fahrtkosten steuerlich geltend machen – zum Beispiel Haushaltshilfen oder Fensterputzer. Aber Rechnung aufbewahren nicht vergessen!

In unserem Artikel über haushaltsnahen Dienstleistungen erfährst du, welche Ausgaben du außerdem von der Steuer absetzen kannst.

Handwerkerleistungen

Auch Handwerkerkosten können sich in deiner Jahresabrechnung verstecken. Denn Vermieter legen die Ausgaben für Renovierung oder Instandhaltung des Hauses meist anteilig auf die Mieter um. Als Mieter kannst du 20 % deiner anteiligen Kosten, aber maximal 1.200 Euro pro Jahr absetzen.

Absetzbare Handwerkerleistungen sind zum Beispiel:

  • Arbeiten an Dach oder Fassade (z. B. Dachrinnenreinigung, Fassadensanierung)
  • Wartung/Reparatur (z. B. an Heizungsanlagen, Elektroinstallation, Fahrstühlen)
  • Gartengestaltung
  • Pflasterarbeiten
  • Schornsteinfeger
  • Graffiti-Beseitigung

Natürlich kannst du diese Kosten auch von der Steuer absetzen, wenn du die Handwerker selbst beauftragt hast, beispielsweise für Malerarbeiten in deiner Wohnung.

Achtung, diese Nebenkosten kannst du nicht steuerlich geltend machen:

  • Strom
  • Wasser
  • Heizung
  • Müll
  • Grundsteuer
  • Mietervereine

Wie mache ich die Nebenkosten in meiner Steuererklärung geltend?

Als Nachweis benötigst du eine Jahresabrechnung, die alle Betriebskosten genau auflistet und folgende Angaben enthält:

  • Art der Dienstleistung
  • Höhe des eigenen Kostenanteils
  • Bestätigung, dass Zahlungen nicht bar geleistet wurden

Werden die Lohnkostenanteile für Dienstleistungen nicht genau aufgeschlüsselt, kannst du von deinem Vermieter eine separate Bescheinigung verlangen.

Hast du den Dienstleister selbst beauftragt, dient deine Rechnung als Beleg. Diese muss Arbeits- und Materialkosten getrennt auflisten, da Materialkosten nicht abgesetzt werden können.

Die Arbeitskosten überträgst du dann in die Anlage „Haushaltsnahe Aufwendungen“ deiner Steuererklärung. Das Finanzamt zieht dann 20 % dieser Ausgaben von deiner Einkommensteuer ab. Mit Taxfix geht es übrigens noch einfacher, Nebenkosten geltend zu machen.

Beispiel:
Handwerkerkosten für Malerarbeiten in deiner Wohnung: 6.500 Euro
Abzugsfähiger Höchstbetrag: 6.000 Euro
20 % von max. 6.000 Euro werden erstattet: 1.200 Euro

Übrigens: Du musst die Nebenkostenabrechnung nicht mit der Steuererklärung ans Finanzamt schicken, sondern erst, wenn die Behörde danach fragt.

Homeoffice & Arbeitszimmer absetzen

Selbständige und Freelancer, die ausschließlich in ihrem Arbeitszimmer arbeiten, können alle Kosten, also Miete, Strom und Heizung, anteilig nach der Quadratmeterzahl des Arbeitszimmers berücksichtigen.

Angestellte, die nicht nur im Büro ihres Arbeitgebers, sondern auch in einem häuslichen Arbeitszimmer tätig sind, können bis zu 1.250 Euro jährlich geltend machen.

Entlastung durch Homeoffice-Pauschale: Durch Corona mussten viele Menschen Großraumbüro gegen Homeoffice eintauschen. Wer dort zu Hause kein eigenes Arbeitszimmer hat, kann 2020 und 2021 von der Homeoffice-Pauschale profitieren. Dabei werden dir 5 € pro Homeoffice-Tag, maximal aber 600 Euro als Werbungskosten angerechnet.

Umzüge absetzen

Ziehst du aus beruflichen Gründen um, sind bestimmte Umzugskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzbar. Möglich ist das aber nur in den folgenden Fällen:

  • wenn sich dein Anfahrtsweg um eine halbe Stunde verkürzt
  • wenn du für einen Job in eine andere Stadt umziehst
  • Wenn deine Firma umzieht
  • Wenn du für einen neuen Job aus dem Ausland zurück nach Deutschland ziehst

In unserem Steuertipp „Umzugskosten von der Steuer absetzen“ erklären wir dir, welche Ausgaben vom Finanzamt anerkannt werden.

Bei einem Umzug aus privaten Gründen, kannst du beispielsweise die Kosten für das Umzugsunternehmen als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen. Und musst du aus gesundheitlichen Gründen zum Beispiel in eine barrierefreie Wohnung umziehen, kann das Finanzamt die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung anerkennen. Voraussetzung ist aber ein ärztliches Attest.

Disclaimer

Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest Du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

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