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Was sind Reisenebenkosten und wie kann ich sie absetzen?

14. März 2019

Bei einer Geschäftsreise häufen sich Kosten an, die nebenher entstehen: Die Reisenebenkosten. Diese Ausgaben kannst du von der Steuer absetzen. Doch welche Aufwendungen fallen genau darunter?

Abgrenzung: Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Reisenebenkosten

Reisenebenkosten werden bei einer Geschäftsreise von deinen Ausgaben für die Fahrt, deiner Verpflegung und deinen Übernachtungskosten abgegrenzt. Denn diese fallen, wie der Name schon andeutet, nebenbei an. Die meist kleineren Beträge summieren sich häufig zu einem größeren Betrag.

Diese Reisenebenkosten kannst du absetzen

Welche Aufwendungen zu den Reisenebenkosten gehören und welche nicht, ist im BMF-Schreiben zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts festgehalten. Demnach fallen zum Beispiel folgende Ausgaben darunter:

  • Gepäckgebühren
  • Reisegepäckversicherung
  • Mautgebühren
  • Parkgebühren
  • Eintrittsgelder für Veranstaltungen mit beruflichem Hintergrund (Seminare, Workshops, Messen)
  • Trinkgelder
  • Berufliche Telefongespräche
  • Schäden am Reisegepäck
  • Diebstahl von beruflichen und privaten Gegenständen
  • Schadensersatz infolge von verschuldeten Unfällen

Aufpassen solltest du bei Ausgaben, die für dein privates Vergnügen sorgen. Bedienst du dich an der Minibar, dient das nicht deiner Geschäftsreise. Besuche von Tanzlokalen gehören auch nicht unbedingt zu beruflichen Ausgaben. Kosten für private Telefonate während deiner Dienstreise darfst du ebenfalls nicht absetzen.

Wie kann ich meine Reisenebenkosten absetzen?

Die Reisenebenkosten trägst du wie deine normalen Reisekosten in die Anlage N ein. Im Gegensatz zu den Fahrt- oder Übernachtungskosten kannst du aber keine Pauschale nutzen. Du kannst nur die realen Reisenebenkosten absetzen.

Hat dein Arbeitgeber deine Aufwendungen erstattet, darfst du sie nicht mehr absetzen. Wurden sie nur teilweise erstattet, kannst du zumindest den Rest steuermindernd nutzen.

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Die Sache mit den Nachweisen

Wie immer gilt: Hebe alle Quittungen auf, die deine beruflich begründeten Kosten deiner Geschäftsreise belegen. Du musst diese zwar nicht mit deiner Steuererklärung an das Finanzamt schicken, doch solltest du sie bei Nachfragen nachreichen können.

Manchmal reicht dem Finanzbeamten auch ein vereinfachter Nachweis deiner Ausgaben, da Reisenebenkosten oft nur kleine Beträge sind. Das kannst du mit einem Eigenbeleg machen. Wichtig ist, dass dieser mindestens Datum, Ort, Grund und die Höhe der Kosten enthält.

Wenn du viel unterwegs bist, kannst du auch einen täglichen Durchschnittsbetrag ansetzen. Dieses Vorgehen wurde vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagen. Danach rechnest du über einen Zeitraum von drei Monaten alle Reisenebenkosten zusammen und ermittelst den täglichen Durchschnittswert.

  • März 2018: Reisenebenkosten insgesamt 50 Euro (15 Tage Auswärtstätigkeit)
  • April 2018: Reisenebenkosten insgesamt 70 Euro (25 Tage Auswärtstätigkeit)
  • Juni 2018: Reisenebenkosten insgesamt 60 Euro (20 Tage Auswärtstätigkeit)

Summe der Kosten 180 Euro / 60 Tage = 3 Euro täglicher Durchschnittswert

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