Sparschwein

Steuererstattung: 5 sinnvolle Investitionen

9. August 2019

Wer freut sich nicht, wenn unverhofft Geld auf dem eigenen Konto landet – plötzlich der Sommerurlaub dank einer Steuerrückzahlung doch noch möglich wird?

Die Steuererklärung selbst bereitet den meisten Deutschen eher überschaubare Freude und wer nicht dazu verpflichtet ist, spart sich häufig die zusätzliche Arbeit. Gewiss gehören Unterlagen zusammensuchen, Formulare ausfüllen und alte Belege rauskramen, auch für dich, nicht zu den schönsten Wochenendbeschäftigungen.
Wissen solltest du aber Folgendes: Der deutsche Fiskus erstattet jährlich rund 12 Milliarden Euro an seine Bürger zurück. Geschätzte 500 Millionen an zu viel gezahlten Steuern bleiben dagegen beim Staat, weil niemand Anspruch auf sie erhebt. Falls du also bisher keine Steuererklärung eingereicht hast, lohnt es sich, online kostenlos zu berechnen, wie viel von deinem Einkommen dem Finanzamt tatsächlich zusteht. Denn mit einer Rückerstattung kann man auf jeden Fall tolle Dinge machen – ob vernünftig oder extravagant.
Hier gibt es fünf Vorschläge, die dich motivieren sollen, dich doch noch in den Papierberg zu stürzen …

1. Die Vernunft siegt: Schulden begleichen

Vielleicht gibt es ja in deinem Leben auch noch diesen bösen Geist, der ab und an in deinem Hinterkopf auftaucht. Ein paar Schulden aus dem Studium – Bafög oder Studienkredit – die seit geraumer Zeit auf dein erstes üppiges Gehalt warten. Auch wenn das noch ein bisschen dauern sollte, könnte eine Steuerrückzahlung sicherlich eine Chance bieten, sich von letzten, finanziellen Beklemmungen der Studentenzeit zu befreien. So ein vorbildliches Verhalten würde der Staat direkt belohnen: Auch wenn du die Rückzahlungen selbst nicht absetzen kannst, darfst du nächstes Jahr die gezahlten Zinsen als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend machen.

2. Zukunft stärken: Für Notfälle oder Engpässe vorsorgen

Auch könnte der Geldsegen eine willkommene Gelegenheit sein, etwas zurückzulegen, um für schwierigere Lebenssituationen vorzusorgen, in denen beispielsweise aufgrund von Krankheit oder eines Unfalls unerwartete Kosten auf dich zukommen. Ein kaputter Zahn, für den ein Zahnersatz fällig wird, kann bereits hohe Kosten verursachen. Findet deine Vorsorge in Form einer Versicherung statt, können die Beiträge auch häufig steuerlich in der Anlage Vorsorgeaufwand geltend gemacht werden. Beispielsweise darfst du neben den Aufwendungen für Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherungen, auch die für zusätzliche Krankenversicherungen (z.B. Zahnzusatzversicherung), Krankentagegeldversicherung, Unfallversicherung, Auslandsreise- oder Kfz-Versicherung u.v.m. bis zu einem Höchstbetrag von 1.900 Euro (Angestellte und Beamte) oder 2.900 Euro (Selbstständige) jährlich angeben.

3. Lage stabilisieren: Wichtige Anschaffungen für ein besseres Leben

Bevor du dich entscheidest, solltest du noch einmal darüber nachdenken, durch welche Investitionen du ansonsten dein Leben vereinfachen könntest. Vielleicht ist es doch die neue Waschmaschine, die nicht jeden Tag mindestens eine Socke auffrisst? Oder eine Investition, die deiner Familie besonders hilft? So banal manche Anschaffungen sein mögen, so stark können sie doch im Alltag nachwirken.

4. Sicherheit schaffen: Für das Alter vorsorgen oder weiterschenken

Wer sich nach mehr Sicherheit sehnt, der kann natürlich seine Rückzahlung in die Altersvorsorge investieren. Über die gesetzlichen Rentenbeiträge (Angestellte) oder steuerlich begünstigte, private Vorsorgeaufwendungen, wie der Riester-Rente oder den Rürup-Verträgen (Selbstständige) profitierst du ebenfalls in unterschiedlichem Maße von staatlicher Unterstützung. Bis zu 21.388 Euro können im Jahr 2019 eingetragen werden, bei einer Riester-Zusatzvorsorge bis 2.100 Euro jährlich. So profitierst du gleich zweimal von der Rückzahlung!

Warum nicht mal altruistisch sein und die Steuerrückerstattung verschenken oder für’s Erbe aufheben? Hierbei solltest du bedenken, dass das Erbe versteuert wird. Die Höhe der anfallenden Steuern richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad des Erben. Je näher, desto höher fällt der Freibetrag aus, der zwischen 20.000 und 500.000 Euro liegt. Vorteil bei Schenkungen: sie dürfen alle 10 Jahre wiederholt werden.

5. Träume verwirklichen: Hau' die Kohle einfach auf den Kopf!

Ohne Zweifel ist das beste, in Dinge oder Erlebnisse zu investieren, von denen du schon immer geträumt hast: Womöglich der langersehnte Fallschirmsprung oder der Karibikurlaub, den du dir seit Jahren wünschst oder das neue, super stylische Fahrrad, auf dem du durch die Stadt gleiten willst. Das unerwartete Geld für irgendeine Sache nutzen, die eine langersehnte, besonders positive Wirkung auf dein Leben hat. Die bleibt zwar ohne steuerlichen Vorteil, ist aber wahrscheinlich der größte Gewinn!

Was auch immer du mit deinem Geld tun wirst, am wichtigsten ist, dass du es nicht sinnlos an das Finanzamt verschenkst. Im Durchschnitt werden dem Steuererklärer 1.007 Euro zurückerstattet und die 500 Millionen warten ja auch noch: Also, hol‘ dir dein Geld zurück. Falls du nicht weißt wie, Taxfix hilft dir gerne!

Verwandte Artikel

Disclaimer

Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest Du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.