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Elektro-Dienstwagen:
Steuervorteile durch die Förderung der Elektromobilität

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4. Februar 2020

Die Bundesregierung fördert im Rahmen des Klimapakets die Elektro-Mobilität. Ziel ist es, mehr Unternehmen zu motivieren, bei der Anschaffung von Dienstwagen Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge zu bevorzugen. Wie du als Arbeitnehmer davon profitieren kannst, erfährst du hier.

Wer profitiert von den Vorteilen?

Die steuerlichen Vorteile betreffen dich vor allem dann, wenn du auch private Fahrten, beispielsweise für den Wochenendausflug oder eine Urlaubsreise, mit dem Dienstwagen machen möchtest und darfst.

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Wo liegen die Unterschiede in der Besteuerung von Dienstwagen?

Mit dem Klimapaket versucht die Bundesregierung den Ausstoß von CO2 im Straßenverkehr zu regulieren und fängt die finanziellen Nachteile einer Nutzung von dienstlichen E-Fahrzeugen stärker auf.

Die neuen Regelungen sind für dich interessant, wenn du von deinem Arbeitgeber einen Elektro- oder Hybrid-Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommst.

Die allgemeine Regelung zur Besteuerung von Dienstwagen

Generell gilt: Beim Dienstwagen handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, weshalb der Arbeitnehmer ihn wie sein Einkommen versteuern muss.

Um den Dienstwagen von der Steuer absetzen zu können, gibt es für den Arbeitnehmer zwei Möglichkeiten des Nachweises:

  1. Ein Fahrtenbuch, in dem jede Fahrt anhand von Anlass und Kilometerstand dokumentiert werden muss.
  2. Die pauschale Variante, die sogenannte 1%-Regelung. Dabei wird 1% des Bruttolistenpreises des vom Arbeitgeber bereitgestellten Neuwagens zur Steuerberechnung auf dein Gehalt monatlich aufgeschlagen. Durch dieses erhöhte Einkommen und die Progression steigt dein Steuersatz und führt wiederum zu höheren Abzügen.

Hinzu werden 0,03% des Bruttolistenpreises des Autos pro Kilometer Entfernung zwischen deinem Arbeitsplatz und deinem Wohnort berechnet. Damit sieht das Finanzamt alle privaten Fahrten deinerseits als abgegolten an. Insgesamt ist nun dein Nettogehalt etwas niedriger als ohne Dienstwagen.

Beispiel:

Du verdienst 3.500 Euro monatlich und erhältst zusätzlich von deinem Arbeitgeber einen Dienstwagen. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs liegt bei 35.000 Euro. Ein Prozent davon sind 350 Euro. Daraus ergibt sich zunächst ein monatliches Bruttogehalt von 3.850 Euro.

Beträgt die Entfernung zu deinem Arbeitsplatz 20 km, so werden diese mit den 0,03% des Bruttolistenpreises multipliziert. Das sind 210 Euro, die ebenfalls deinem Gehalt zugerechnet werden.
Das vom Finanzamt zur Steuerfestlegung angenommene Gehalt liegt also bei 4.060 Euro.

In Folge der Steuerprogression steigt nun auch dein Steuersatz, da du eine höheres Bruttogehalt beziehst. Netto bekommst du also etwas weniger ausgezahlt im Vergleich zu deinem Gehalt ohne Dienstwagen. Die Berechnung erfolgt automatisch und wird in deiner Lohnabrechnung festgehalten.

Zahlst du hingegen einen bestimmten Betrag für deinen Dienstwagen an deinen Arbeitgeber, um die private Nutzung auszugleichen, reduziert sich dadurch dein geldwerter Vorteil.

Tipp: Mit der Pendlerpauschale kannst du deinen Arbeitsweg von der Steuer absetzen.

Wie werden Elektro- und Hybrid-Dienstwagen besteuert?

Da Elektro-Autos in der Anschaffung häufig teurer sind, schafft der Staat hier steuerliche Erleichterungen. Zunächst wurde ab dem 01.01.2019 (vorläufig bis Ende 2021) beschlossen, dass als Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung nicht mehr der vollständige Bruttolistenpreis, sondern nur die Hälfte dessen gewertet wird. Hier gilt somit die 0,5%-Regelung. Dieser Vorteil wird natürlich auch beim Fahrtenbuch berücksichtigt.

Diese Bemessungsgrundlage sogar auf ein Viertel (0,25%) des Bruttolistenpreises herabgesetzt werden: Dies ist nämlich der Fall, wenn die E-Fahrzeuge zwischen dem 1.1.2019 und dem 31.12.2030 angeschafft wurden bzw. werden, keine Kohlendioxidemissionen haben und einen Bruttolistenpreis aufweisen, der unterhalb von 40.000 Euro liegt.

Für Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge, auf die diese Voraussetzungen nicht zutreffen, gelten folgende Regelungen und Bemessungsgrenzen: Bei einer Anschaffung zwischen dem 1.1.2022 und dem 31.12.2024 gilt die Hälfte des Bruttolistenpreises, wenn die Kohlendioxidemission unter 50 Gramm pro Kilometer bleibt bzw. die Reichweite des Fahrzeugs unter ausschließlicher Anwendung des elektrischen Antriebs mindestens 60 Kilometer beträgt.
Wird die Anschaffung zwischen dem 1.1.2025 und dem 31.12.2030 getätigt, gilt das gleiche, nur erhöht sich die Mindestreichweite unter rein elektrischem Antrieb auf 80 Kilometer.

Nicht nur Autofahrer profitieren von der Förderung der Elektromobilität

Des Weiteren können ebenfalls ab 01.01.2020 alle Elektronutzfahrzeuge in größerem Umfang von der Steuer abgeschrieben werden. So darfst du im Anschaffungsjahr neben der Abschreibung für die Abnutzung eine Sonderabschreibung in Höhe von 50% der Anschaffungskosten geltend machen. Dieser Vorteil gilt aber nicht nur für Autos, sondern beispielsweise auch für elektrisch betriebene Lastenfahrräder.

Bedenkt man, dass es abgesehen von den jüngsten Neuerungen beim Kauf eines E-Kraftfahrzeugs bereits eine Befreiung von der Kfz-Steuer für volle 10 Jahre gibt und eine Prämie obendrauf, sollte man – egal, ob privat oder dienstlich – über die klimafreundliche Alternative unbedingt nachdenken.

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