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Abgabepflicht: Wer muss eine Steuererklärung machen?

28. Dezember 2017

Muss ich oder muss ich nicht? Wir sagen dir, wer zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist und wer sie freiwillig einreichen kann.

Wer muss keine Steuererklärung machen

Wer nur ein geringes Einkommen hat, muss keine Steuererklärung einreichen. Die Grenze zieht in diesem Fall der Grundfreibetrag: Im Jahr 2017 waren dies 8.820 Euro für Singles und 17.640 Euro für Verheiratete bzw. bei eingetragene Lebenspartner. Bis zu dieser Summe zahlst du keine Steuern.

Arbeitnehmer in der Steuerklasse I, die nur Einnahmen aus ihrer Anstellung als Arbeitnehmer haben, sind nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das gilt auch für Verheiratete mit der Steuerklassenkombination IV/IV. Das Finanzamt fordert in diesen Fällen nicht zur Abgabe der Steuererklärung auf. Der Arbeitgeber hat die anfallenden Steuern bereits an das Finanzamt abgeführt.

Auch wenn du nicht zur Abgabe deiner Steuererklärung verpflichtet bist, kann sich die Steuererklärung für dich lohnen. Im Durchschnitt erhält jeder Steuerzahler eine Rückerstattung von 935 Euro.

Mit welcher Summe du rechnen kannst, kannst du mit Taxfix, der Steuer-App prüfen. In durchschnittlich 25 Minuten errechnet dir die App die Höhe deiner Steuererstattung.

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Abgabepflicht für Arbeitnehmer

In vielen weiteren Fällen ist man zur Erklärung seiner Steuern verpflichtet. Diese werden im §46 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Diese so genannte Pflichtveranlagung greift, wenn mindestens einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

Arbeitgeber
Du warst innerhalb eines Jahres bei mehr als einem Arbeitgeber beschäftigt? Dann musst du tätig werden, wenn der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Werte des vorherigen Arbeitgebers nicht berücksichtigt hat. In diesem Fall findest du auf deiner Lohnsteuerbescheinigung den Großbuchstabe “S” in Zeile 2.

Außerdem musst du eine Steuererklärung abgeben, wenn du in der Steuerklasse VI bist. Das passiert, wenn du gleichzeitig zwei Arbeitgeber hast.

Lebenspartnerschaften
Wenn du und dein Ehegatte bzw. dein eingetragener Lebenspartner die Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor gewählt habt, seid zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Das Gleiche trifft zu, wenn einer von euch eine Einzelveranlagung beantragt hat oder ihr für euer Kind nicht die hälftige Aufteilung des Ausbildungsfreibetrags bzw. des Behindertenpauschbetrags gewählt habt.

Schließlich greift die Pflichtveranlagung auch bei Geschiedenen bzw. Verwitweten, die im gleichen Jahr wieder heiraten.

Lohnersatzleistungen
Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Kurzarbeitergeld oder Elterngeld sind Lohnersatzleistungen und immer steuerfrei. Jedoch unterliegen sie dem Progressionsvorbehalt und können den persönlichen Steuersatz auf die restlichen Einkünfte erhöhen. Wenn du mehr als 410 Euro pro Jahr dieser Lohnersatzleistungen erhalten hast, musst du eine Steuererklärung abgeben.

Nebeneinkünfte
Du hast Nebeneinkünfte, zum Beispiel Mieteinnahmen oder Einnahmen aus einer selbständigen Tätigkeit? Dann musst du diese in der Steuererklärung angeben. Dazu bist du verpflichtet, wenn die Summe von 410 Euro pro Jahr überschritten ist.

Freibetrag/Lohnsteuerermäßigungsanspruch
Das Finanzamt erwartet deine Steuerunterlagen, wenn du auf deiner Lohnsteuerbescheinigung Freibeträge für den Lohnsteuerabzug hast eingetragen lassen. Nicht unter diese Regelung fallen eingetragene Pauschbeträge für Behinderte, Hinterbliebene und Kinderfreibeträge.

Verlustvortrag – Minus aus den Vorjahren
Die Steuerformulare musst du auch dann ausfüllen, wenn du einen steuerlichen Verlust aus den Vorjahren hast. Dieses Minus wird dann mit deinem zu versteuernden Einkommen verrechnet.

Selbstständig oder Gewerbetreibender
Ebenfalls keine Wahl hast du, wenn du ein Gewerbe betreibst, freiberuflich oder selbstständig tätig bist.

Aufruf vom Finanzamt
Wenn du Post vom Finanzamt erhältst und zur Abgabe der Steuererklärung aufgefordert wirst, musst du dieser Bitte natürlich nachkommen.

Steuererklärung lohnt sich in den meisten Fällen

In den genannten Fällen kommst du um die Pflichtabgabe nicht herum. In den meisten Fällen lohnt sich die Abgabe der Steuererklärung aber: Die durchschnittliche Rückerstattung lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei 935 Euro. Eine Summe auf die du nicht verzichten solltest.

Ob es sich für dich lohnt, kannst du kostenlos mit der Taxfix-App prüfen. In einfach verständlichen Fragen führen wir dich durch deine Steuern. Am Ende berechnen wir, ob du mit einer Steuerrückerstattung rechnen kannst und wie hoch diese ausfällt.

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