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Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?

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24. August 2020

Kann man selbst machen, muss man aber nicht: Über die haushaltsnahen Dienstleistungen, von Gartenarbeiten bis zum Babysitten, kannst du deine Steuerlast direkt um deine Aufwendungen reduzieren.

Was gilt als haushaltsnahe Dienstleistung?

Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen in der Regel alle Tätigkeiten, die normalerweise auch von dir selbst bzw. von den Mitgliedern deines Haushalts ausgeführt werden könnten. Es handelt sich also um einfache Arbeiten. Voraussetzung ist, dass sie „haushaltsnah“ sind und in deinem Haus, deiner Wohnung oder auf deinem Grundstück erbracht werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Reinigungsarbeiten
  • Kinderbetreuung
  • Gartenpflegearbeiten
  • Pflege- und Betreuungsleistungen (z.B. Pflegedienst)
  • Pflege, Betreuung und Versorgung von Haustieren
  • Winterdienst

Auch ein Umzug kann als haushaltsnahe Dienstleistung gesehen werden, wenn du dafür ein Umzugsunternehmen beauftragt hast. Genauso wie die Bezahlung der Servicekräfte, die auf deiner Gartenparty die Gäste betreut haben.

Wer kann haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen?

Jeder, der haushaltsnahe Tätigkeiten entweder in Form eines Auftrags oder eines Beschäftigungsverhältnisses im Verlauf des Jahres abgegeben hat, hat die Möglichkeit, so seine Steuerschuld zu senken. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Mieter, Wohnungs- oder Hauseigentümer ist oder im Seniorenheim lebt. Der Bonus gilt einmalig pro Haushalt und darf jährlich wieder genutzt werden.

Wann kann man haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen?

Möchtest du diese Aufwendungen in deiner Steuererklärung geltend machen, solltest du bei den Rechnungen, einige Punkte beachten:

  • Natürlich musst du unbedingt alle Rechnungen, die dir das Jahr über gestellt wurden, aufheben.
  • Innerhalb jeder Rechnung sollte der Dienstleister die einzelnen Posten, wie Arbeitskraft, Fahrt, Material etc. genau aufschlüsseln, da beispielsweise Materialkosten nicht berücksichtigt werden dürfen.
  • Die Rechnungsbeträge solltest du niemals bar bezahlen, sondern immer überweisen, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Du darfst 20 Prozent deiner Aufwendungen bis zu einer Höhe von insgesamt 4.000 Euro absetzen. Das Besondere dabei ist, dass der Betrag deine Steuerlast reduziert und nicht nur dein zu versteuerndes Einkommen. Das bedeutet, jeder Euro davon wandert direkt zurück auf dein Konto!

Welche Steuerermäßigung gibt es für Handwerkerleistungen?

Auch bei Handwerkerkosten darfst du über den sogenannten Handwerkerbonus den Staat beteiligen. Hier kannst du ebenfalls 20 Prozent für jede Rechnung veranschlagen, aber nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro.

Wichtig ist, dass du folgende Punkte beachtest. Was die Rechnungen anbelangt, so gilt dasselbe wie bei den haushaltsnahen Dienstleistungen:

  • Die Rechnungen solltest du unbedingt aufheben, nie bar bezahlen und darauf achten, dass sie unterschiedliche Posten einzeln aufführen, da auch hier nur die Kosten für die Arbeitskraft berücksichtigt werden dürfen.

Außerdem müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Kosten dürfen nicht aus Arbeiten resultieren, die an einem Neubau vorgenommen wurden.
  • Du musst selbst in der Wohnung oder dem Haus leben, dabei ist aber nicht relevant, ob du Eigentümer oder Mieter bist.
  • Die Baumaßnahme darf nicht bereits durch eine staatliche Förderung begünstigt werden.

Disclaimer

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