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Azubis: Kann ich meine Ausbildung von der Steuer absetzen?

12. März 2020

Als Azubi kannst du deine Ausbildungskosten von der Steuer absetzen. Wir sagen dir, was genau du absetzen kannst und wie du dazu vorgehen musst.

Erst- oder Zweitausbildung?

Deine steuerliche Situation hängt in gewisser Weise von deinem persönlichen Lebenslauf ab, denn Erst- und Zweitausbildung werden dabei unterschiedlich behandelt. Das hat das Bundesverfassungsgericht erst im November 2020 in seinem von vielen Auszubildenden lang erwarteten Urteil bestätigt.

In deiner Erstausbildung befindest du dich, so lange du zwischen deiner Schulzeit und deiner Ausbildung keinen weiteren Ausbildungs- oder Studienabschluss erworben hast. In diesem Fall darfst du maximal 6.000 Euro deiner Ausbildungskosten als Sonderausgaben absetzen; außerdem lassen sich negative Einkünfte nicht als Verlustvortrag mit ins Folgejahr nehmen.

Wer sich in seiner Zweitausbildung befindet, darf seine Ausbildungskosten hingegen in voller Höhe als Werbungskosten absetzen. Für negative Einkünfte ist dabei ein sogenannter Verlustvortrag möglich – das heißt, du kannst deine Verluste mit ins Folgejahr nehmen. Dies lässt sich theoretisch mehrmals wiederholen, falls deine Situation sich nicht sofort ändert; in deinem ersten Jahr als Vollbeschäftigter erwartet dich dann eine entsprechende Steuervergünstigung bzw. Rückerstattung.

Ausnahmeregelung: Erhältst du in deiner Erstausbildung Geld, befindest dich damit in einem sogenannten Dienstverhältnis und darfst all deine Ausbildungskosten in vollem Umfang als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Tatsächlich ist dies für eine Lehre in Deutschland der Regelfall.

Was kann ich bei meiner Ausbildung von der Steuer absetzen?

Während deiner Ausbildung kommen viele Kosten auf dich zu. Dies sind die häufigsten Ausgaben, die du von der Steuer absetzen kannst:

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Fahrtkosten in der Ausbildung richtig von der Steuer absetzen

Deine Ausbildung findet in den meisten Fällen an zwei unterschiedlichen Orten statt: dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule. Fahrtkosten zwischen deiner Wohnung und diesen beiden Orten werden unterschiedlich berechnet.

Du kannst nur einen Ort in der Steuererklärung als erste Tätigkeitsstätte angeben. Das ist in der Regel dein Ausbildungsbetrieb. Hast du nur eine schulische Ausbildung, ist die Berufsschule deine erste Tätigkeitsstätte.

Deine Fahrtkosten kannst du am einfachsten mit der Fahrtkostenpauschale, auch Pendlerpauschale genannt, absetzen. Das sind derzeit 30 Cent pro Kilometer für die einfache Distanz zwischen deiner Wohnung und deiner ersten Tätigkeitsstätte.

Fahrten zur Berufsschule setzt du als Dienstreise ab. Das kannst du mit der Dienstreisepauschale machen. Wenn du mit dem eigenen Auto fährst, sind das wieder 30 Cent pro Kilometer für den Hin- und Rückweg. Bist du mit deinem Moped oder Motorrad unterwegs? Dann sind es 20 Cent pro Kilometer. Bist du mit dem Fahrrad unterwegs, kannst du leider nichts absetzen.

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