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Das Abflussprinzip: So wirken sich Ausgaben steuerlich aus

Wer eine Steuererklärung macht, stößt früher oder später auf das Abflussprinzip – vor allem Selbstständige, Freiberufler*innen und Vermieter*innen. Es entscheidet darüber, wann genau eine Ausgabe steuerlich gilt. Klingt technisch? Wir machen es dir leicht verständlich!


Was ist das Abflussprinzip?

Das Abflussprinzip bedeutet: Ausgaben wirken sich in dem Jahr steuerlich aus, in dem das Geld tatsächlich abgeflossen ist – also zum Beispiel überwiesen oder bar bezahlt wurde. Entscheidend ist nicht, wann du die Rechnung bekommen hast, sondern wann du gezahlt hast.

Beispiel: Du bekommst im Dezember 2024 eine Rechnung für Büromaterial, bezahlst sie aber erst im Januar 2025. Dann ist die Ausgabe erst in der Steuererklärung für 2025 abziehbar.

Rechtsgrundlage: § 11 Abs. 2 EStG

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Für wen gilt das Abflussprinzip?

Das Abflussprinzip gilt für:

  • Arbeitnehmer*innen, wenn sie Werbungskosten geltend machen

  • Selbstständige und Freiberufler*innen, die ihren Gewinn per Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermitteln

  • Privatpersonen, z. B. bei haushaltsnahen Dienstleistungen oder Sonderausgaben

Nicht anwendbar ist es bei Bilanzierenden, denn dort zählt das sogenannte Leistungsprinzip bzw. wirtschaftliche Zugehörigkeit.

Wie wird der Abflusszeitpunkt bei verschiedenen Zahlungsmethoden bestimmt?

Der steuerliche Abflusszeitpunkt hängt von der Zahlungsart ab:

  • Überweisung: Tag der Kontobelastung

  • Lastschrift: Tag der Belastung beim Zahlungspflichtigen

  • Barzahlung: Tag der Zahlung

  • Scheck: Tag der Einreichung bei der Bank

  • Onlinezahlung (z. B. PayPal): Datum der Belastung des Bank- oder PayPal-Kontos

Wichtig: Maßgeblich ist nicht das Rechnungsdatum, sondern der Tag, an dem das Geld dein Konto tatsächlich verlassen hat.

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Öffne die Unterlagen-Checkliste über den Button und speichere das Dokument einfach auf deinem Rechner. Hinweis: Es kann sein, dass sich die benötigten Unterlagen mit der Zeit ändern.

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Was ist die 10-Tage-Regel?

Die sogenannte 10-Tage-Regel ist eine Sonderregelung im Einkommensteuerrecht. Sie besagt:

  • Regelmäßig wiederkehrende Ausgaben (z. B. Miete, Versicherungen, Beiträge)

  • die kurz vor oder nach Jahreswechsel gezahlt werden (10 Tage davor oder danach),

  • Gilt in dem Jahr zugeflossen, zu dem es tatsächlich gehört

Beispiel: Du zahlst am 8. Januar 2025 deine Krankenversicherung für Dezember 2024 → Die Zahlung zählt noch zum Jahr 2024.

Achtung: Gilt nur für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, nicht für einmalige Ausgaben!

Gibt es Ausnahmen vom Abflussprinzip?

Ja. Das Abflussprinzip gilt nicht bei:

  • Bilanzierenden Unternehmen (hier zählt die wirtschaftliche Zugehörigkeit)

  • Abschreibungen: Hier erfolgt der Abzug über mehrere Jahre – unabhängig vom Zahlungszeitpunkt

  • Rückstellungen, Forderungen oder Verbindlichkeiten (Bilanzierung)

Wie beeinflusst das Abflussprinzip die Steuererklärung?

Das Abflussprinzip bestimmt, in welchem Jahr eine Ausgabe abgesetzt werden darf. Wer zum Jahresende größere Zahlungen vorzieht oder verzögert, kann so gezielt steuern, wie hoch die Steuerlast im jeweiligen Jahr ausfällt.

Unser Tipp: Zahl geplante Ausgaben noch vor dem 31. Dezember, wenn du deine Steuerlast für das aktuelle Jahr senken willst.

Gilt das Abflussprinzip auch bei Abschreibungen?

Nein. Abschreibungen (AfA) erfolgen zeitanteilig über mehrere Jahre – unabhängig davon, wann du die Anschaffung bezahlst. Sobald du ein abnutzbares Wirtschaftsgut (z. B. Computer, Maschine) anschaffst, beginnt die AfA im Anschaffungsjahr.

Beispiel: Du kaufst im Dezember 2024 einen Laptop für 1.200 € und bezahlst sofort. Du darfst ihn nicht komplett im Jahr 2024 absetzen, sondern nur anteilig – je nach Nutzungsdauer (z. B. über 3 Jahre).

FAQ: Häufige Fragen zum Abflussprinzip

Kannst du durch das Abflussprinzip Steuern sparen?

Ja! Wer gezielt Ausgaben vorzieht, kann damit das zu versteuernde Einkommen in einem Jahr senken. Besonders zum Jahreswechsel lohnt es sich, geplante Anschaffungen oder Zahlungen noch im laufenden Jahr zu erledigen.

Gilt das Abflussprinzip auch bei Fehlbuchungen?

Fehlbuchungen, die korrigiert werden, gelten erst zum Zeitpunkt der korrekten Buchung als abgeflossen – nicht rückwirkend. Eine falsche oder vergessene Buchung wird steuerlich erst ab dem tatsächlichen Zahlungsvorgang relevant.

Was ist der Unterschied zwischen Abflussprinzip und Zuflussprinzip?

  • Abflussprinzip: betrifft Ausgaben → gilt, wenn Geld ausgeht

  • Zuflussprinzip: betrifft Einnahmen → gilt, wenn Geld eingeht

Beide Prinzipien regeln, wann Einnahmen und Ausgaben steuerlich zu erfassen sind – jeweils nach dem tatsächlichen Geldfluss.


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Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keine*n zertifizierte*n Steuerberater*in. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

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