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Steuertipps

Arbeitsmittel absetzen – So funktioniert es

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zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2022

Einige Hilfsmittel, die man für die Arbeit benötigt, müssen selbst gekauft werden. Als Werbungskosten kannst du sie dann von der Steuer absetzen. Wie du dabei vorgehst, erfährst du hier.

Was sind Arbeitsmittel?

Arbeitsmittel sind Gegenstände, die du für berufliche Zwecke nutzt. Diese Anschaffung aus beruflichen Gründen ist auch die Voraussetzung dafür, dass du sie als Werbungskosten in deine Steuererklärung eintragen kannst.

Typische Arbeitsmittel sind zum Beispiel:

  • Schreibwaren
  • Computer
  • Software
  • Berufskleidung
  • Werkzeug
  • Fachliteratur
  • Telefon

Gibt es eine Pauschale für Arbeitsmittel?

Offiziell existiert keine Pauschale für Arbeitsmittel. Theoretisch musst du also für jedes Arbeitsmittel, das du einträgst, eine Quittung oder einen Beleg vorweisen können. Inoffiziell hat sich eine Nichtbeanstandungsgrenze von 110 Euro etabliert. Bis zu diesem Betrag verzichten die meisten Finanzämter auf einen Nachweis für Arbeitsmittel. Aber Vorsicht: Darauf hast du keinen Rechtsanspruch!

Arbeitsmittel absetzen – So machst du das

Du trägst die Kosten deiner Arbeitsmittel als Werbungskosten in die Anlage N deiner Steuererklärung ein.

Einzelkosten bis zu einem Betrag von 952 Euro inklusive Mehrwertsteuer kannst du in voller Höhe absetzen, wenn es sich um ein geringwertiges Wirtschaftsgut nach § 6 Abs. 2 EStG handelt. Darin enthalten ist, dass sie selbstständig nutzbar sein müssen, wie beispielsweise im Fall eines Schreibtisches oder Bürostuhls.

Arbeitsmitteln, die mehr gekostet haben, musst du über die Jahre der üblichen Nutzungsdauer abschreiben.

Vorsicht:
Bei Kosten für Computer, Software und Co. gilt die „Digital-AfA“. Durch diese können auch Anschaffung oberhalb der Abschreibungsgrenze in Höhe von 952 Euro auf einmal abgeschrieben werden, wenn sie im Steuerjahr 2021 (ab 01.01.2021) oder später getätigt wurden.
Mehr dazu findest du in der Anleitung zum Absetzen von Computer & Co.

anlage_n_arbeitsmittel

Arbeitsmittel abschreiben – Wie geht das?

Jedes Arbeitsmittel hat eine festgeschriebene übliche Nutzungsdauer. Das Bundesfinanzministerium listet in den sogenannten AfA-Tabellen für jedes Wirtschaftsgut die entsprechende Nutzungsdauer auf.

In unserem Bild findest du einige Beispiele. Beachte dabei bitte, dass es ab dem Steuerjahr 2021 teilweise möglich ist, Computer und Co. auf einmal abzuschreiben, nicht mehr über drei Jahre. Auch bezüglich der vorherigen Steuerjahre findest du im Beitrag weitere Informationen und Beispielrechnungen.

Das Bild gilt also für Steuerjahre vor 2021:

Arbeitsmittel absetzen – Beispiele

Berufliche Nutzung vs. Private Nutzung

Natürlich kommt es vor, dass man Arbeitsmittel privat nutzt. Das trifft vor allem bei einem Computer zu. Dann ist es deine Aufgabe, anzugeben, wie hoch der berufliche und wie hoch der private Teil jeweils ausfallen.

Sollte das Finanzamt eine Glaubhaftmachung verlangen, hast du dafür verschiedene Möglichkeiten:

  • Computer-Fahrtenbuch
    Du dokumentierst die Nutzung mit Datum, Uhrzeit und Zweck der beruflichen Nutzung. Aufgrund des hohen Aufwands reicht oft eine Dokumentation über drei Monate.
  • Schätzung
    Du listest die verschiedenen beruflichen Arbeiten am Computer auf.
  • 50:50-Nutzung
    Du gibst pauschal eine private und berufliche Nutzung zu gleichen Teilen an. Das Finanzamt erkennt das in der Regel an. In diesem Fall kannst du aber nur 50 Prozent der Anschaffungskosten absetzen.

Disclaimer

Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest Du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.