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Sollte ich eine freiwillige Steuererklärung machen?

11. Januar 2019

Nicht jeder ist dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Dennoch lohnt sich für viele, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben. Wie viel du im Durchschnitt erhältst und was es zu beachten gibt, findest du hier.

Wer ist zu einer Steuererklärung verpflichtet?

Für einige Arbeitnehmer besteht eine gesetzliche Abgabepflicht der Steuererklärung: Die Veranlagungspflicht. Dabei geht das Finanzamt davon aus, dass zu wenig Steuern abgezogen wurden.

  • bei Nebeneinkünften & Lohnersatzleistungen über 410 Euro
  • bei der Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor bei dir und deinem Lebenspartner bzw. Ehepartner
  • Wenn in deinen Lohnsteuerabzugsmerkmalen ein Freibetrag eingetragen wurde
  • bei Lohnsteuerklasse VI
  • wenn du mehrere Arbeitgeber hintereinander hattest und der jeweils letzte Arbeitgeber nicht die Lohnsteuerabzugsmerkmale des Arbeitgebers davor berücksichtigt hat

Warum sollte ich meine Steuererklärung freiwillig abgeben?

Wer keine Steuererklärung abgeben muss, kann sie freiwillig einreichen. In den meisten Fällen zahlt sich eine freiwillige Steuererklärung aus. Oft können diejenigen, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, mit einer Steuererstattung rechnen und sich das zu viel gezahlte Geld vom Staat zurückholen.

In diesen Fällen lohnt sich die freiwillige Steuererklärung

Eine Steuererklärung freiwillig abzugeben kann sich lohnen, wenn:

  • du hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen hast.
  • du Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerker oder Haushaltshilfen hast.
  • du nicht ununterbrochen im selben Dienstverhältnis gewesen bist.
  • du einen variierenden Arbeitslohn hast.
  • sich deine Steuerklasse geändert hat.

So hoch kann deine Steuererstattung im Durchschnitt sein

Das statistische Bundesamt hat ausgewertet, dass im Jahr 2014 von rund 13,2 Millionen Steuerpflichtigen, die eine Steuererklärung abgegeben haben, 11,6 Millionen eine Steuererstattung erhalten haben. Im Durchschnitt lag diese bei 974 Euro.

Dich erwartet somit im Durchschnitt eine Rückzahlung von 974 Euro. Das ist doch ein guter Anreiz eine freiwillige Steuererklärung abzugeben.

Wenn du dich verrechnet hast: Steuererklärung zurückziehen

Du hast eine freiwillige Steuererklärung eingereicht und rechnest mit einer Steuererstattung, doch laut Steuerbescheid verlangt das Finanzamt eine Nachzahlung? In diesem Fall ist das nicht problematisch. Durch deine freiwillige Abgabe hast du einen Monat Zeit, gegen den Steuerbescheid Einspruch einzulegen.

Ziehe gleichzeitig deinen Antrag auf Veranlagung nach §46 Abs. 2 Nr. 8 EStG zurück. Deine Steuererklärung gilt damit als nicht abgegeben und du musst keine Nachzahlung leisten.

Bis zu 4 Jahre rückwirkend freiwillig Steuererklärung abgeben

Ein großer Vorteil bei der freiwilligen Abgabe der Steuererklärung ist, dass du nicht an die üblichen Abgabefristen gebunden bist. Du kannst dir dabei viel mehr Zeit lassen. Bis zu 4 Jahre kannst du deine freiwillige Steuererklärung rückwirkend einreichen.

Deine freiwillige Steuererklärung für das Jahr 2015 kannst du bis zum 31.12.2019 bei deinem zuständigen Finanzamt abgeben.

Die freiwillige Steuererklärung lohnt sich

In den meisten Fällen erwartet dich bei einer freiwilligen Abgabe eine Steuerrückzahlung. Das ist Grund genug, um es selbst auszuprobieren!

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