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Durchschnittliche Steuererstattung in Deutschland

9. August 2019

Laut statistischem Bundesamt stieg die durchschnittliche Steuerrückerstattung für Steuerzahler mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit in den letzten Jahren immer weiter an.

Statistische Steuerrückerstattung

Jedes Jahr gibt das statistische Bundesamt die Auswertungen zum Einkommenssteuerjahr von vor vier Jahren bekannt. Da viele Bürger auch auf freiwilliger Basis eine Steuererklärung abgeben können und das bis zu vier Jahre rückwirkend, ist das Steuerjahr 2015 aus statistischer Sicht also erst nach 2019 abgeschlossen.

2015 gab es 25,1 Millionen Steuerzahler mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit von denen 13,5 Millionen Menschen eine Steuererklärung abgegeben haben. 11,8 Millionen Menschen haben eine Steuererstattung bekommen, im Durchschnitt 1.007 Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr.

Steuerjahr
durchschnittl. Erstattung
2010
873 Euro
2011
875 Euro
2012
901 Euro
2013
935 Euro
2014
974 Euro
2015
1.007 Euro

Je nach Steuerlast und Lebensumständen kann so eine Rückerstattung natürlich auch deutlich höher oder niedriger ausfallen. Dabei spielt die Steuererklärung selbst eine wichtige Rolle. Je mehr Werbungskosten und Sonderausgaben du geltend machen kannst, desto mehr bekommst du zurück.

Werbungskosten

Du kannst bestimmte Kosten, die du in einem Jahr hattest von der Steuer absetzen. Deine beruflichen Fahrtkosten, Kosten für Arbeitsmittel (z.B. Computer, Fachliteratur, Büromaterialien), Umzugskosten, Dienstreisekosten, Arbeitszimmer, Zweitwohnung, Fortbildungskosten, Beitragskosten für Berufsverbände und Kontoführungsgebühren können von der Steuer abgesetzt werden, wenn sie die Grenze von 1.000 Euro übersteigen. Denn 1.000 Euro werden ohnehin automatisch als Werbungskostenpauschale abgezogen. Was du alles absetzen kannst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Mit Taxfix kannst du ganz einfach Werbungskosten und Sonderausgaben mit angeben, ohne komplizierte Steuerformulare

Sonderausgaben

Neben den Werbungskosten gibt es noch die sogenannten Sonderausgaben. Dazu zählen Vorsorgeaufwendungen wie zum Beispiel Versicherungsbeiträge und die Altersvorsorgebeiträge. Deine Riesterrente, die Kirchensteuer, Spenden, Kinderbetreuung oder Berufsausbildungskosten kannst du als Sonderausgabe ebenfalls steuerlich geltend machen. Alles zum Thema Sonderausgaben erfährst du in diesem Artikel zum Thema Sonderausgaben.

Einfluss der Steuerklasse auf die Steuerrückerstattung

Auch die Steuerklasse hat Einfluss darauf, ob du Steuern zurückerstattet bekommst oder nachzahlen musst. Das hängt davon ab, wieviel Steuern du mit deiner monatlichen Lohnabrechnung bereits gezahlt hast. Wenn du zum Beispiel ein deutlich höheres Einkommen hast als dein Ehepartner und du die günstigere Steuerklasse 3 wählst, damit du jeden Monat mehr Netto vom Brutto übrig hast, dann kann es sein, dass du sogar Steuern nachzahlen musst. Wenn du aber mit der Steuerklasse 4 oder 5 jeden Monat den höheren Steuersatz zahlst, dann ist eine Steuerrückerstattung wahrscheinlicher.

Die Steuerklasse bestimmt nicht wie hoch dein Jahressteuersatz ist, sondern wie viel Geld dir von der Lohnabrechnung abgezogen wird. Das sollte man wissen. Für viele, die sich nach dem Steuerklassenwechsel über mehr Nettogehalt jeden Monat auf dem Konto freuen, kommt spätestens nach der Steuererklärung die Ernüchterung, wenn sie weniger zurückbekommen, als im Vorjahr oder sogar noch draufzahlen müssen.

Steuererleichterungen

Natürlich spielen auch Steuererleichterungen eine wichtige Rolle bei der Frage, ob du eine Steuerrückerstattung bekommst und wie hoch die ist. Neue Einkommenssteuergrenzen, höhere Freibeträge und Anpassung von Sachbezugswerten lassen deine Steuerlast sinken. So hast du bei gleichem Gehalt am Jahresende 2019 ein bisschen mehr Nettolohn als 2018. Lies hier, was sich alles für 2019 ändert.

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